Center am Potsdamer Platz

Center am
Potsdamer Platz

Verfahren: Direktauftrag
Planungs-und Bauzeit: 2019 – 2025
Größe: 13.000 m2
Architektur: TRU Helmut Hohn, Aukett + Heese, KINZO
Bauherr: Oxford Properties Group
Leistungen: LP 1 – 8 Freianlagen

Projekt

Als städtebauliches Wahrzeichen im Zentrum Berlins präsentiert sich das heutige Center am Potsdamer Platz in neuem Gewand. Durch ein umfassendes Refurbishement ist das Ensemble neu gestaltet worden – mit klarem Fokus auf Aufenthaltsqualität, Nachhaltigkeit und urbane Bewegungs- und Freizeitangebote. Die bis zu 40 Meter hohen Glasfassaden bleiben als ikonische Hülle enthalten. Die Geometrie des Forums bleibt bewahrt, die Inhalte verändern sich: Statt formaler Bepflanzung prägen nun neue Bäume und großformatige Pflanzgefäße das Bild. Sie schaffen eine grüne, einladende Atmosphäre. Die gesamte Ausstattung folgt einem modularen Prinzip: Versiegelte Edelstahl – Pflanzgefäße, bis zu sieben Tonnen schwer, können flexibel verschoben werden, wie auch die großzügigen Holzsitzbänke. Die Verspiegelung reflektiert das Zeltdach des Forums, greift bestehende Gestaltungselemente wie polierten Edelstahl auf und setzt verspielte Akzente. Durch die Mobilität des Inventars wird eine dynamische Nutzung des Raums ermöglicht, angepasst an saisonale, kulturelle oder soziale Bedürnisse. Zahlreiche Bäume, üppige Bepflanzung und einladende Aufenthalts- und Sitzgelegenheiten verschaffen dem Ort, eine wärmere lebendigere Atmosphäre und laden zum Verweilen ein. Die Vegetation und Blatttranspiration hilft bei der Klimaregulation und verschafft Kühlung in wäremeren Jahreszeiten. Die durchdachte Materialwahl – darunter spanisches Granit, heimische Eiche und Naturstein – bewahrt den Charakter des Ortes und modernisiert ihn zugleich. Generell wurde angestrebt weitgehend den CO2 Footprint der angewendeten Materialien umweltbewusst einzusetzen.

Das ehemalige Wasserbecken wurde durch ein neues begehbares Fontänenfeld ersetzt, das als interaktives Element fungiert. Die Wasserspiele sind bei Bedarf deaktivierbar und bieten einen goßzügigen Raum für Veranstaltungen, Kunstaktionen oder Sport – ein Sinnbild für die Neuausrichtung des Ortes.

Die Bepflanzung folgt einem durchdachten, ökologischem Konzept: Schattenverträgliche Baumarten wie Fagus sylvatica (Rotbuche) oder Acer griseum (Zimt-Ahorn) sorgen für Kühlung, während Stauden mit gestaffelten Blütezeiten, Insekten Nahrung bieten. So entsteht ein lebendiges Mikroklima – ganzjährig attraktiv und  ökologisch wertvoll.

Die Bewässerung erfolgt, wie bereits seit 25 Jahren, über ein innovatives Regenwassernutzungskonzept. Die Fortführung dieser Vision ist ein klares Bekenntnis zu ökologischer Kontinuität und der Weiterführung von einem nachhaltigen Konzept.

Besonders eindrucksvoll ist das Center zur Blütezeit der 35 Jahre alten Pflanzengattung, der Felsenbirnen, im Frühling. Auch im Herbst lockt das Farbenspiel der „Kupfer-Felsenbirnen“ mit spektakulären Rottönen. Dazwischen laden Wasserspiele, schattige Plätze und Sportangebote das ganze Jahr über zum Bleiben, Verweilen und Begegnen ein.

Die neue Gestaltung trägt dazu bei, den Raum zu öffnen, vielseitige Nutzungsmöglichkeiten zu erschließen und Erholung und Inspiration zu fördern – mitten im Herzen der Hauptstadt.

Projektstandort

Das Center am Potsdamer Platz
Potsdamer Str. 2
10785 Berlin


Kita Waldentdecker Wittenberge

Kita Waldentdecker
Wittenberge

Verfahren: Beschränkter Wettbewerb
Planungs-und Bauzeit: 2021 – 2024
Größe gesamt: 8.414 m2
Kooperation: TRU Architekten (WBW LPH 1-4) / Wenzel + Wenzel Freie Architekten (WBW LPH 5-8)
Bauherr: Stadt Wittenberge
Leistungen: LP 1 – 9 Freianlagen

Projekt

Mitten in Wittenberge ist ein Ort zeitgemäßer Freiraumgestaltung entstanden, der Kinderaugen leuchten lässt. Die neue Kita schmiegt sich mit ihren vier Gebäudeflügeln behutsam um eine majestätische Eichenbaumgruppe – ein lebendiges Stück Wald, das nun den grünen Mittelpunkt des Innenhofs bildet.

Die mächtigen Eichen werden nicht nur bewahrt, sondern bewusst inszeniert. Sie spenden Schatten, bieten Rückzugsorte und regen zum fantasievollen Spiel an. Der nicht einsehbare und windgeschützte Innenhof ist mehr als ein geschützter Raum – er ist Bühne, Garten, Werkstatt und Sportplatz zugleich. Hier kann gefeiert, gegärtnert, getobt und gelernt werden. Ob gemeinsames Sommerfest, Flohmarkt, Kunstprojekt oder einfach nur ein Picknick im Grünen: Der Hof ist durch ein Vordach auch bei Regen flexibel nutzbar und wächst mit den Ideen seiner kleinen und großen Nutzerinnen und Nutzer.

Auch die Außenanlagen öffnen sich in alle vier Himmelsrichtungen und schaffen fließende Übergänge zwischen drinnen und draußen. Vielfältige Spiel- und Bewegungsangebote, naturnahe Pflanzungen und liebevoll gestaltete Aufenthaltsbereiche laden zum Erkunden, Entdecken und Verweilen ein. Dabei wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit und die Förderung der kindlichen Sinne gelegt – mit natürlichen Materialien, abwechslungsreicher Bepflanzung und viel Raum für Kreativität.

So ist ein Freiraum entstanden, der weit mehr ist als ein klassischer Spielplatz: Er ist ein lebendiges Lern- und Erfahrungsfeld, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen inspiriert und verbindet.

Das von TRU Architekten geplante Gebäude ist als Holzbau konzipiert und auf einer Bodenplatte aus Stahlbeton errichtet. Die Wände bestehen aus Holzrahmenkonstruktionen und sind mit Zellulose gedämmt.  Das eingeschossige Gebäude legt sich mit vier Gebäudeflügeln um die bestehende Baumgruppe aus Eichen. Durch die windmühlenartige Anordnung der Baukörper öffnet sich die Gebäudestruktur zu allen vier Himmelsrichtungen und schafft Verbindungen mit dem äußeren Garten. Herzstück der baulichen Konzeption ist die ringartige geschlossene Erschließung aller Funktionsbereiche.

Projektstandort

Kita Waldentdecker
Sandfurttrift 66
19322 Wittenberge


AERA Darwinstraße | Berlin

AERA
Darwinstrasse
Berlin

Verfahren: Direktauftrag
Planungszeit: 2019 – 2020
Realisierung: 2023 – 2024
Größe: Dachpark 2200 m², Gebäude 3.800 m
Kooperation: Grüntuch Ernst Architekten
Bauherr: Bauwens Development Berlin GmbH
Leistungen: LP 1 – 6 Freianlagen

Ein Ökosystem im urbanen Raum

In Berlin-Charlottenburg, dort wo das urbane Leben pulsiert und die Spree nicht weit ist, wächst etwas Neues in den Himmel: AERA – ein Bürogebäude, das mehr ist als nur Arbeitsplatz. Es ist ein Ort des Wandels, des Wohlfühlens, des grünen Denkens.

Terrassiert, lichtdurchflutet und offen gedacht – AERA schafft Raum für modernes Arbeiten mitten in der Stadt. Eine grüne Insel über dem Trubel, die nicht nur Rückzugsort ist, sondern auch Heimat für Vögel, Kleintiere – und Ideen.

Das Gebäude zieht das Leben an – eine urbane Oase für Flora und Fauna. Bemerkenswert ist insbesondere: dass die Landschaft keine bloße Dekoration, sondern ein struktureller Bestandteil des Gebäudes ist. Ein vertikaler, durchgehender Park verbindet acht Stockwerke – vom Erdgeschoss bis auf 35 Meter Höhe. Die Bäume dienen nicht nur als Begrünung, sondern sind auch fest in die Tragstruktur integriert, an den Stahlbetondecken verankert und wurden vom Prüfstatiker offiziell genehmigt – ein Manifest der Verschmelzung von Architektur und Natur.

Ausgangssituation

Geplant war hier ursprünglich die „Werkbundstadt“ – eine Musterstadt mit über tausend Wohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Heizkraftwerks im Westen Berlins. Doch die verschiedenen Akteure scheiterten an einer gemeinsamen Zielvereinbarung. Erst Jahre später wurde mit dem Bau des Bürogebäudes „AERA“ ein neuer Impuls zur Aufwertung des Areals gesetzt.

Die Mierendorffinsel soll sich zu einem innovativen Archipel und einem grünen Manifest einer anderen Art von Stadt entwickeln. Das Gebäude überzeugt durch eine neue Vorstellung von Urbanität: offene Großraumbüros, die durch 2.200 m² begrünte Dachflächen miteinander verbunden sind.

© Dan Zoubek

© Hanns Joosten

Öffentlicher Freiraum für alle ist überall möglich

Die kaskadenförmige Staffelung der Geschosse schafft die Basis für eine durchgehende Parklandschaft, die sich über das gesamte Gebäude erstreckt. Nahtlose Wege verbinden das Erdgeschoss mit dem 8. Obergeschoss und schaffen so eine grüne Achse. Die mit Mutterboden gefüllten, sanft modellierten Übergänge zwischen den Etagen bilden keine klassischen Terrassen, sondern eine kontinuierliche, gestaltete Parklandschaft – eine Raumerweiterung der angrenzenden Büros, in der unter freiem Himmel gearbeitet werden kann. Schatten, Wind, Luft und Düfte bereichern den Arbeitsalltag.
Durch die Verschmelzung von Architektur und Natur entsteht ein innovativer, lebendiger Raum, der Innen- und Außenbereiche miteinander verwebt und einen unmittelbaren Bezug zur Stadtlandschaft herstellt. Durch einen städtebaulichen Vertrag mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf wurde ein öffentliches Zutrittsrecht für den Dachpark vereinbart. Bisher ist die Pforte des Gebäudes nicht besetzt, zukünftig soll sich das ändern. Das achte Obergeschoss ist barrierefrei über einen Fahrstuhl erreichbar oder die Treppe, welche in sanften, stufenartigen Bögen nach oben führt Auf der obersten Ebene verläuft ein 480 Meter langer Weg entlang transparenter Brüstungen, der den Besucher:innen zahlreiche Möglichkeiten bietet: Sie können auf Bänken und Holzpodesten verweilen, sich sportlich betätigen oder einfach den Blick über Berlin genießen.
Dieser besondere Ort vereint Erholung, sozialen Austausch und architektonische Innovation – und ist einladend für alle. Er ermöglicht den Zugang zur Natur im städtischen Raum und berücksichtigt sowohl den Klimawandel als auch die Bedürfnisse der Nutzer:innen. Mit seinem ästhetischen und technischen Anspruch setzt er neue Impulse für die Stadtentwicklung.

Pflanzenverwendung und Klimaschutz

Die Verpflanzung von dreißig bis zu 12 Meter hohen, heimischen Bäumen ist nicht nur ein botanisches Meisterwerk, sondern auch eine echte planerische und technische Herausforderung. Um die bis zu 1,5 Meter dicke Substratschicht zu tragen, wurde die Deckentraglast auf Herz und Nieren geprüft – das Dach musste schließlich auch den grünen Riesen standhalten. Alle Bäume – darunter 6 prächtige Pinien, 6 prachtvolle Zierkirschen, 7 stolze Ahornbäume, 2 Ölweiden und 3 staatliche Eichen – wurden schon zwei Jahre vor ihrem großen Auftritt auf dem Dach sorgfältig vorbereitet. Der Park setzt nicht nur in Sachen Gestaltung, sondern auch in der Technik neue Maßstäbe für Begrünung und öffentliche Freiräume in stark versiegelten Gebieten. Die klimaaktive Dachgestaltung speichert clever Regenwasser in Retentionsboxen und leitet überschüssiges Wasser kaskadenartig weiter – bis zur Retentionsfläche im Erdgeschoss. Über Kapillarmatten wird das Wasser von den Pflanzen aufgenommen und durch Transpiration an die Atmosphäre abgegeben – ein geschlossener Kreislauf.
Und auch in Trockenperioden sorgt ein automatisches Bewässerungssystem für eine effiziente und wassersparsame Versorgung der durstigen Pflanzen.

Gepflanzt wurden ausschließlich regionale Arten sowie Gräser und Sträucher, die fleißig Bestäuber anlocken. So ist das Ziel jährlich etwa 5 Tonnen CO 2 zu binden- Gleichzeitig sorgt die Dachgestaltung für Kühlung und steigert den Komfort der Nutzer:innen.
Und wer hätte es gedacht: Pioniertester ist ein Fuchs, der in einer Nische der Holztribüne, wo der Rasenroboter täglich ein und ausfährt, sein Zuhause gefunden hat. Genau hier, hoch über der Stadt, im 8. Stock.

© Hanns Joosten

Projektstandort

Darwinstrasse 1-5
10589 Berlin


Map of Glass Biennale Architettura 2025

Map of Glass
Biennale
Architettura 2025

Installation Biennale Architettura 2025
Ausstellungsdauer: 10.Mai 2025 – 23. November 2025
Kooperation Architekten: Barkow Leibinger Berlin
Ort: Venedig, Italien

Projekt

Die Biennale 2025 in Venedig steht unter dem zukunftsweisenden Motto „Intelligence. Natural. Artificial. Collective.“ und lädt dazu ein, Architektur als lebendiges Zusammenspiel von Natur, Technik und Gemeinschaft neu zu denken. Die Installation „Map of Glass“ nimmt diesen Impuls auf.  Venedig – die Stadt, die wie ein Mosaik aus über hundert Inseln in der Lagune der Adria ruht, ist ein faszinierendes Geflecht urbaner Fragmente, die durch ein Labyrinth aus Kanälen und Brücken zu einer einzigartigen Wasserstadt verwoben sind. Hier verschmelzen Architektur und Natur, Geschichte und Gegenwart zu einem lebendigen Gesamtkunstwerk, das seit Jahrhunderten die Fantasie von Reisenden, Künstler:innen und Architekt:innen beflügelt. Mit der „Map of Glass“ wird dieses vielschichtige, urbane Kollektiv zu einer abstrakten, typographischen Komposition. Diese dreidimensionale Landschaft wird in eine „Vasca“ wie in einem Senkgarten neben dem österreichischen Pavillon in den Giardini ortsspezifisch eingefügt. Sie ist sowohl eine selbstreferenzielle Landschaft als auch eine Anspielung auf die Stadt, die diesen Ort umgibt.

Die Bepflanzung rund um die Installation ist weit mehr als ein dekoratives Beiwerk: Sie ist ein Manifest zeitgemäßer, nachhaltiger Landschaftsarchitektur. Klimaresiliente Pflanzen verwandeln den Raum in ein lebendiges Ökosystem. Die Überlebenskünstler kommen ohne künstliche Bewässerung aus, passen sich den lokalen Bedingungen an und fördern aktiv Biodiversität – ein Refugium für Insekten, das mit minimalem Pflegeaufwand auskommt.

Die Installation lädt Besucher:innen ein, den Raum zu bespielen, zu verweilen und miteinander ins Gespräch zu kommen. So entsteht ein Ort des Austauschs und der Gemeinschaft, der die Biennale 2025 in den Mittelpunkt rückt. Hier wird Architektur zum Labor für nachhaltige Zukunftsmodelle, zur Bühne für kulturelle Identität und zum lebendigen Symbol für die Anpassungsfähigkeit und Kreativität einer Stadt, die seit Jahrhunderten im Dialog mit Wasser, Klima und Mensch steht.

Die „Map of Glass“ verbindet nachhaltige Pflanzenkonzepte mit innovativem Materialeinsatz und wird zu einem begehbaren Ort, der Verbindung schafft. Aus recyceltem Murano-Glas und biobasiertem Zement entsteht eine Miniatur Venedigs. Die Glasfragmente, die bei der Herstellung der berühmten Murano Glasobjekte entstehen, werden nicht als Abfall, sonder als wertvolle Recource betrachtet – sie erzählen von der reichen Handwerkstradition der Lagunenstadt und setzen ein Zeichen für Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. Nach der Ausstellung werden die Bausteine weitergegeben und leben als nachhaltige Erinnerungsstücke an die Zerbrechlichkeit und Resilienz Venedigs fort.

Projektstandort

Giardini della Biennale
Venedig


Neugestaltung der Haupteinkaufstraße Winsen

Neugestaltung der
Haupteinkaufstraße
Winsen

Verfahren: Anonymer landschaftsarchitektonischer Realisiserungswettbewerb
Preis: 1. Preis
Planungszeit: 2021
Realisierung: verschiedener Bauabschnitte bis 2024
Größe: 18.000 m²
Bauherr: Stadt Winsen
Leistungen: LP 1 – 9 Freianlagen, Verkehranlagen, Ingenieurbauwerke, Technische Ausrüstung

Projekt

Eingebettet zwischen der malerischen Lüneburger Heide und dem weiten Urstromtal der Elbe liegt Winsen an der Luhe – ein charmantes Städtchen direkt vor den Toren Hamburgs. Die Lage des geschwungenen Flusslaufs der Luhe prägte über Jahrhunderte hinweg die Entwicklung der historischen Altstadt. Zwei wesentliche städtebaulische Enwicklungen haben hier ihre Spuren hinterlassen – und sind bis heute deutlich im Stadtbild erkennbar.  Unser Ansatz begreift die altstädtischen Raumfolgen von Rathaus-,Eckermann-,Nordertor-,Markt- und Deichstraße als stadträumliches Kontinuum, das über eine einheitliche Gestaltsprache miteinander verwoben und wieder in einen Zusammenhang gestellt wird

Dabei reagiert das Stadtbodenkonzept auf die unterschiedlichen Nutzungsansprüche durch eine abgestimmte Zonierung für den motorisierten Verkehr und der Haupteinkaufstraße als Flanierzone.

Um die städtischen Bezüge weiter zu stärken, haben wir gezielt eine Neuordnung des Baumbestands umgesetzt. Gleichzeitig haben wir den Grünanteil deutlich erhöht  – ein Beitrag zum Stadtklima, der auch optisch und atmosphärisch Akzente setzt.

Die Haupteinkaufsstraße von Winsen wurde zeitgemäß und mit Blick auf die Zukunft neu gestaltet – mit frischen Ideen für Möblierung, Beleuchtung und Begrünung. Dabei war nicht nur eine attraktive Atmosphäre zum Verweilen und Austauschen wichtig, sondern auch die reiche Geschichte der Stadt und ihr baukulturelles Erbe sichtbar und erlebbar zu machen. Im Fokus stehen Barrierefreiheit und eine hohe Aufenthaltsqualität für alle – Anwohnende oder Besucherinnen und Besucher. Die Straße soll sich künftig als lebendiges Rückgrat einer funktionierenden Innenstadt präsentieren und dabei stärker mit dem Landschaftsraum der Luhe  vernetzt sein.

Projektstandort

Marktstraße
21423 Winsen (Luhe)


EUREF Campus | Berlin

EUREF Campus
Berlin

Verfahren: Beschränktes Gutachterverfahren
Preis: 1. Preis, 03/2011
Planungszeit: 2011 ff.
Realisierung: 2025
Größe: 54.000 m2
Kooperation: ARGE Kiefer capattistaubach als KieferCS
Bauherr: Euref AG
Leistungen: LP 1 – 8 Freianlagen

Projekt

Auf dem Areal des historischen Gaswerkes Schöneberg wird die Vision der „Intelligenten Stadt“ von morgen entwickelt. Geplant ist die Ansiedlung von Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen mit dem thematischen Schwerpunkt ‚Energie’ (Europäischen Energieforum). Es umfasst Niederlassungen international operierender Energiekonzerne, wissenschaftlichen Einrichtungen und eine „Duale“ Hochschule, Wohnen sowie komplementäre Nutzungen.

Mit dem Gasometer existiert ein Bauwerk, welches als Stadtikone für Berlin und als Wahrzeichen des alten Bezirkes Schöneberg von besonderer Bedeutung ist. Die Gestaltung der Frei-, Park- und Grünflächen hat das Ziel der Konversion des ehemaligen Industrieareals in einen modernen Campus mit hoher Aufenthaltsqualität. Durch die Einbettung aller neuen und alten Baukörper in eine Gräserlandschaft entsteht ein einheitlicher, ökologischer und zugleich gepflegter Eindruck. Die zur Erschließung notwendigen befestigten Flächen werden auf ein Minimum reduziert, es entstehen zahlreiche kleine Platz- und Aufenthaltssituationen. Das Projekt ging aus einem ersten Preis bei einem beschränkten Gutachterverfahren hervor.

Projektstandort

EUREF Campus
10829 Berlin


Neugestaltung Marktplatz Rheinau Mannheim

Neugestaltung Marktplatz Rheinau
Mannheim

Verfahren: Nichtoffener Wettbewerb mit moderiertem Bürgerbeteiligungsverfahren
1.Preis
Planungszeit: 2017
Realisierung: 2/2018 – 10/2020
Größe: 4500 m2
Auftraggeber: Stadt Mannheim
Leistungen: LP 1 – 8

Projekt

Auf der Suche nach einer zukunftsweisenden Identität setzt das stadträumliche Konzept auf eine Dualität von Kontrasten. Den Rahmen bildet die vegetative Borte im Süden, die auf den urbanen Rand im Norden trifft. Im Zentrum pulsiert ein abwechslungsreicher, generationsübergreifender Treffpunkt.

Der Marktplatz wurde hauptsächlich im Kontext von Stadtfesten oder an Markttagen wahrgenommen. Der Marktplatz dient nun als vielseitiger Ort für Alltag und Feste – ein Raum für Austausch und Kommunikation, für Erholung und neue Kraft. Ein Platz, der die Anwohner zu jeder Tageszeit zum besinnenden Verweilen und lebhaften Flanieren einlädt. Gleich dem Repekt für eine alternde Diva wurden die historischen Attribute neu in Form gebracht und die horizontalen sowie vertikalen Linien der Bestandsumgebung vereint.
Die langgestreckte Platzform wird durch eine Baumhalle im Süden betont, in der die Erschließungsfunktion integriert ist. Die Bestandsgehölze werden weitestgehen erhalten und durch Neupflanzungen ergänzt.

Projektstandort

Marktplatz Rheinau
68219 Mannheim


Kurhaus Bad Vilbel

Kurhaus
Bad Vilbel

Verfahren: Direktauftrag
Planungszeit: 2017 – 2018
Realisierung: 2023
Größe: 14.490 m2
Bauherr: Stadtwerke Bad Vilbel GmbH
Auftraggeber: Vielmo Architekten
Leistungen: LP 2 – 6 Freianlagen

Projekt

Das Kurhaus Bad Vilbel liegt westlich des Zentrums der Stadt Bad Vilbel. Es ist geprägt von der Nähe zur Stadthalle, der angrenzenden Stadtbibliothek und dem grünen Radweg an der Nidda. Der Fluß, der die Grünflächen des Kurhauses charmant eingrenzt und durch die gesamte Stadt fließt. Es ist ein lebendiges Herzstück der Stadt, das von den Bürgerinnen und Bürgern selbst als Volkshaus geplant und 1927/28 mit viel Eigeninitiative errichtet wurde. Auf den großzügigen Flächen rund um das Kurhaus blüht dieses Miteinander wieder auf. Ein Raum für Begegnung und Festivitäten findet in den Grünflächen der Außenanlage einen Platz. Auf den Flächen wurden eine Orangerie und eine grüne Verbindung geschaffen, die als Aufenthaltsorte dienen und die Freiflächen fußläufig miteinander verknüpfen. Außerdem wurde der Nidda- Radweg integriert.

Der Gartenbereich im Inneren des Gebäudekomplexes ist mit Heckenpflanzungen und Wasserelementen sowie Sitzmöglichkeiten unter Einbeziehung der vorhandenen Gehölze gestaltet. Die Anordnung der Hecken setzt sich im Kneipbecken in der Nähe des Friedrich-Karl-Sprudels fort, wodurch ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Der Friedrich-Karl-Sprudel wurde zudem als Denkmal in die Freiflächenplanung integriert. Um den Pavillon und die Statue noch besser hervorzuheben, wurde das Gelände rund um das Kurhaus angehoben. Diese erhöhte Fläche ist stufenlos mit den befestigten Flächen des Nidda-Radwegs verbunden, was den Bereich zugänglicher und optisch ansprechender macht.

Der Radweg entlang der Nidda ist mit vielfältigen und sogleich pflegeleichten Gräserpflanzen gesäumt. Der Baumbestand wurde schonend in die Planung übernommen.

Die Grüne Fuge fungiert als halböffentlicher Raum, sowohl als Außenbereich für die Hotelgäste, wie auch zugängliche Parkanlage der kulturellen Einrichtung. Auf der Freifläche wurden Ersatzpflanzungen vorgenommen und ergänzen den vorhandenen Baumbestand. Das historische Flair bleibt spürbar, alte Bäume spenden Schatten, neue Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein und der berühmte Trinkbrunnen aus dem Foyer findet nun seinen Platz in der Orangerie.

Projektstandort

Niddastraße 1
61118 Bad Vilbel


Fitness Experience Hub | Berlin

Fitness Experience Hub
Das Center am Potsdamer Berlin

Verfahren: Direktauftrag
Planungszeit: 2019 – 2020
Realisierung: 09/2021 – 06/2022
Größe: 930 m2
Kooperation: Blossity
Bauherr: Oxford Properties Group
Leistungen: LP 1 – 8 Freianlagen

Projekt

Als weithin sichtbarer Orientierungspunkt und obligatorisches Pilgerziel aller Touristen kommt dem ehemaligen Sony Center in Berlin nach 20 Jahren im Rahmen des aktuellen Refurbishments neue Aufmerksamkeit zu. Den Auftakt und zugleich eine Einladung an alle, die urbane Mitte Berlins neu zu erleben, machte Nike mit dem Fitness Experience Hub mit einer spiegelnde Toolbox als Blickfang.

Die Monumentalität der 40 Meter hohen Glasfassaden erfordert eine neue Intimität im menschlichen Maßstab. Die Geometrie des Raumes bleibt bewahrt, doch unterscheiden sich seine Inhalte. Artenvielfalt, Jahreszeitenwechsel und Farbintensität wollen Hoffnungsträger sein. Aus einstigen Buchsbaumhecken sind Pflaster oder mit Bäumen bepflanzte Flächen geworden, eine farbige Oberfläche und ein dichter Wald aus skulpturalen Bäumen. Fahnenmasten aus rostfreiem Stahl wurden in Flutlichtmasten umgewandelt, die eine Bewegungsfläche inszenieren. Dem darunter liegenden Lüftungsgitter folgt eine zwölf Meter lange Sitzbank in Form eines Halbmondes aus leuchtend orangefarbenem Gitter. Im Sportbereich fasziniert ein 6-Fuß-Container, der vollständig mit verspiegelten Edelstahlplatten verkleidet ist.

Der Sportbereich wird von einem Natursteinblock eingefasst, der als Sitzfläche dient. Die Laufbahn entstand aus sogenanntem Nike Grind, ein Granulat aus zermahlenen Schuhsohlen mit Epoxidharzen überzogen. Der angrenzende schattige Hain von Amelanchier lamarckii beherbergt verstreute Sitzgelegenheiten aus Eichenstämme in verschiedenen Größen. Ab nächstem Jahr wird eine Bar mit langer Steintafel einen weiteren Ruhepunkt bieten.

Projektstandort

Das Center am Potsdamer Platz, Berlin
Fitness Experience Hub
10785 Berlin


Büroneubau Kapstadtring 5 | Hamburg

Büroneubau
Kapstadtring 5
Hamburg

Verfahren: Direktauftrag
Planungszeit: 01/2018 – 01/2019
Realisierung: 12/2020 – 04/2021
Größe: 7.500 m2
Kooperation: Barkow Leibinger Architekten
Bauherr: HANSAINVEST Real Assets
Leistungen: LP 1 – 8 Freianlagen

Projekt

Das Grundstück fügt sich entsprechend des historischen Leitbildes einer durchgrünten und funktionsgetrennten Stadt als „Bürostadt im Grünen“ in das Gesamtensemble der City Nord ein. Die zurückhaltende Gestaltung der Außenanlagen mit dem Charakter einer offenen und ebenen Grünfläche bringt den aufragenden dreiteiligen Baukörper zur Geltung und ermöglicht vielfältige Sichtbeziehung. Mit dem Verzicht auf eine Einfriedung ermöglichen die Freiflächen einen „fließenden“ Übergang zu den angrenzenden Räumen und stärken den Eindruck, das Gebäude stünde in einer öffentlichen Grünanlage. Die befestigten Flächen bilden ein „Achsenkreuz“, in dessen Zentrum der Haupteingang des Gebäudes liegt. Das Material zieht sich vom Freiraum bis ins Foyer.

Projektstandort

Kapstadtring 5
22297 Hamburg